BECKER-HORNICKEL: Schutz von Kindern in sozialen Medien gelingt durch Bildung statt Verbote

Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Gruppe, Barbara Becker-Hornickel, kritisiert den Vorschlag der CDU, soziale Medien erst ab 14 Jahren zu erlauben, als „den falschen Weg“ und warnt vor den praktischen wie rechtlichen Problemen eines solchen Verbots.

Becker-Hornickel betont, dass soziale Medien für junge Menschen „wichtige Räume der Begegnung, Teilhabe und Kreativität“ seien.

Zwar müsse man die Risiken ernst nehmen, von Desinformation über Cybermobbing bis hin zu problematischen algorithmischen Strukturen, doch ein pauschales Verbot löse keines der bestehenden Probleme.

Ein solches Vorgehen sei letztlich „ein Eingeständnis politischen Scheiterns“, weil sich Politik damit aus der Verantwortung für die Gestaltung digitaler Räume zurückziehen würde.

Aus Sicht der FDP würden Jugendliche solche Verbote ohnehin leicht umgehen.

Becker-Hornickel verwies darauf, dass Altersgrenzen technisch oft nicht zuverlässig überprüfbar sind und dass internationale Analysen erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit solcher Maßnahmen äußern.

Altersverifikationssysteme seien nicht nur fehleranfällig, sondern auch datenschutzrechtlich sensibel.

Die bildungspolitische Sprecherin unterstrich, dass Medien- und Urteilskompetenz „heute genauso grundlegend sind wie Lesen, Schreiben und Rechnen“.

Diese Fähigkeiten müssten früh vermittelt werden. In Schulen genauso wie im Elternhaus.

Zugleich forderte Becker-Hornickel Regeln für digitale Plattformen:. 

Soziale Medien müssten sichere Orte bleiben, an denen junge Menschen sich informieren und austauschen können.

„Der Schutz von Kindern gelingt nicht durch Verbote, sondern durch Bildung, Verantwortung und sinnvolle Regulierung“, erklärte Becker-Hornickel.