WULFF: Gastgeberrolle beim IT-Planungsrat ist Chance und Verpflichtung für echte Digitalisierung

SCHWERIN, 10. Februar 2026 – Zu der Ankündigung, dass Mecklenburg-Vorpommern 2026 Gastgeber des 14. Fachkongresses des IT-Planungsrats wird, äußert sich der FDP-Landtagsabgeordnete David WULFF wie folgt:

„Eine leistungsfähige und digitale Verwaltung ist kein Selbstzweck, sondern die Grundlage für Vertrauen, Effizienz und Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Wer Gastgeber des wichtigsten Fachkongresses zur Verwaltungsdigitalisierung ist, muss auch zeigen, dass Anspruch und Wirklichkeit zusammenpassen.”

Mecklenburg-Vorpommern richtet 2026 den 14. Fachkongress des IT-Planungsrats aus. Der Kongress ist das zentrale Forum für die Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland und bringt Bund, Länder und Kommunen an einen Tisch. „Die Gastgeberrolle ist eine große Chance, aber auch eine Verpflichtung: Mecklenburg-Vorpommern muss im Rahmen seiner Möglichkeiten zeigen, wie digitale Verwaltung konkret für Bürgerinnen und Bürger spürbar wird – etwa durch nutzerfreundliche Online-Anträge und transparente Verfahren“, sagt David Wulff, FDP-Abgeordneter für Digitalisierung. „Entscheidend ist, dass das Land eigene Prozesse konsequent digitalisiert, Zuständigkeiten klar definiert und die Zusammenarbeit mit Kommunen und dem Bund gezielt intensiviert. Gerade bei Schnittstellenproblemen kann Mecklenburg-Vorpommern durch Pilotprojekte und innovative Ansätze bundesweit Impulse setzen. Fortschritt entsteht dort, wo nachhaltige Verbesserungen Schritt für Schritt umgesetzt und offen kommuniziert werden“, so Wulff weiter. Hintergrund: Trotz zahlreicher Programme und Strategien bleibt die Umsetzung der Verwaltungsdigitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern bislang hinter den Erwartungen zurück. Viele digitale Angebote sind nicht durchgängig nutzbar, Schnittstellen zwischen den Ebenen erschweren die Nutzung, und die Verantwortung für Projekte ist oft unklar verteilt. David Wulff fordert deshalb, dass das Land bis zum Kongress 2026 die eigenen Verwaltungsverfahren systematisch auf Digitalisierungspotenzial prüft, klare Verantwortlichkeiten innerhalb der Landesverwaltung schafft und die Ergebnisse transparent macht. Die Zusammenarbeit mit Kommunen und dem Bund sollte gezielt gestärkt werden, um Schnittstellenprobleme zu lösen und innovative Lösungen zu erproben. So kann Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen seiner Zuständigkeiten Vorbild werden – und die Gastgeberrolle mit Substanz füllen.