WULFF: Digitale Desinformation – Mecklenburg-Vorpommern muss eigene Resilienz stärken

Die technische und personelle Ausstattung der Strafverfolgungsbehörden im Bereich Cyberkriminalität muss regelmäßig überprüft und gezielt gestärkt werden, wo Defizite bestehen.

SCHWERIN, 25.02.2026 – Digitale Desinformation und Deepfakes sind eine wachsende Gefahr für die politische Kultur und das Vertrauen in demokratische Institutionen – auch in Mecklenburg-Vorpommern. Wer glaubt, dass solche Angriffe nur die Bundespolitik betreffen, unterschätzt die Risiken für unsere Landespolitik und Kommunen.

Ein aktuelles manipuliertes Video, das angebliche Schüsse auf einen führenden Bundespolitiker zeigt, macht deutlich: Die Methoden der digitalen Täuschung werden immer professioneller und können jederzeit auch das politische Klima in Mecklenburg-Vorpommern beeinflussen. „Digitale Desinformation bedroht die Grundlagen demokratischer Debatten. Mecklenburg-Vorpommern darf sich nicht darauf verlassen, dass Bund oder EU allein für Schutz und Aufklärung sorgen. Das Land kann und muss eigene Beiträge leisten – etwa durch gezielte Fortbildungen für Landesbedienstete, landeseigene Informationsangebote und die Förderung von Medienkompetenz in Schulen und Verwaltung“, sagt David Wulff, FDP-Abgeordneter und Experte für Digitalisierung und innere Sicherheit.

Gleichzeitig braucht es eine ehrliche Bestandsaufnahme: Die technische und personelle Ausstattung der Strafverfolgungsbehörden im Bereich Cyberkriminalität muss regelmäßig überprüft und gezielt gestärkt werden, wo Defizite bestehen. „Demokratie lebt von Vertrauen und Transparenz. Mecklenburg-Vorpommern kann zeigen, dass der Staat auch im digitalen Raum handlungsfähig bleibt – durch kluge Prävention, bessere Koordination und gezielte Stärkung der Medienkompetenz. Wer jetzt nicht handelt, riskiert die Glaubwürdigkeit unserer politischen Kultur“, so Wulff abschließend.