WULFF: Generationengerecht statt kurzfristig gedacht
Zur Aussprache über Reformen in der Renten- und Gesundheitsversorgung im Plenum dieser Woche erklärt David Wulff, Gruppensprecher der FDP im Landtag Mecklenburg-Vorpommern:
„Wer über Respekt spricht, darf den Menschen nicht Sand in die Augen streuen. Eine solidarische Sozialpolitik braucht Ehrlichkeit über die Herausforderungen – nicht wohlklingende Versprechen, die künftige Generationen teuer bezahlen müssen.“
Mit Blick auf die aktuellen bundespolitischen Debatten zur Finanzierung der gesetzlichen Rente und zur Stabilisierung des Gesundheitssystems fordert Wulff eine Abkehr vom „Weiter so“: „Eine stabile und faire Rente braucht moderne Antworten – keine Illusionen auf dem Papier. Wir brauchen mehr Flexibilität beim Renteneintritt, gezielte Anreize für längeres Arbeiten und die Einführung einer Kapitaldeckung, um das Rentensystem generationengerecht und zukunftsfest aufzustellen.“
Besorgt zeigt sich Wulff auch über die Entwicklung in der gesetzlichen Krankenversicherung: „Die Kosten steigen schneller als die Einnahmen. Ohne Strukturreformen drohen Leistungskürzungen oder Beitragserhöhungen. Wir brauchen mehr Effizienz, mehr Wettbewerb und eine echte Digitalisierung des Gesundheitswesens – keine Symbolpolitik.“
Wulff fordert daher:
• eine solide, generationengerechte Rentenpolitik mit flexiblerem Renteneintritt und Anreizen zur längeren Erwerbstätigkeit,
• gezielte Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen in der Kranken- und Pflegeversicherung,
• eine Stärkung der Eigenverantwortung und Wahlfreiheit in der medizinischen Versorgung,
• einen nachhaltigen Kurs bei der Finanzierung sozialer Sicherungssysteme.
Wulff abschließend: „Soziale Gerechtigkeit entsteht nicht durch das Gießkannenprinzip, sondern durch ein System, das Leistung belohnt, Bedürftige gezielt unterstützt und auch noch in zehn Jahren finanzierbar ist.“