WULFF: Investitionsflaute ist Folge politischer Blockaden – MV braucht endlich einen echten Wachstumsplan

Landesregierung muss strukturelle Bremsen lösen und Prioritäten für Wachstum setzen

SCHWERIN, 17. Februar 2026 – Die Investitionsflaute im IHK-Bezirk Rostock ist ein Prüfstein für die Handlungsfähigkeit der Landespolitik. Ein wirtschaftlich starkes Mecklenburg-Vorpommern braucht mehr als Ankündigungen – es braucht konkrete Entlastungen und eine konsequente Priorisierung von Wachstumsbedingungen. Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK zu Rostock zeigt: Die Unternehmen im Nordosten stehen unter Druck – schwache Inlandsnachfrage, globale Unsicherheiten und strukturelle Standortprobleme bremsen die wirtschaftliche Entwicklung. Während die Investitionspakete des Bundes nur langsam Wirkung entfalten, bleibt es Aufgabe der Landesregierung, die landespolitischen Spielräume entschlossen zu nutzen und echte Wachstumsimpulse zu setzen.

„Die Investitionsflaute ist kein Naturgesetz. Neben externen Faktoren wie internationalen Krisen und schwacher Nachfrage gibt es auch hausgemachte Bremsen, die wir in Mecklenburg-Vorpommern selbst lösen können. Wer weiter auf Bürokratie, langwierige Genehmigungen und unklare Zuständigkeiten setzt, verspielt die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes. Mecklenburg-Vorpommern braucht endlich einen echten Wachstumsplan, der Unternehmen Freiräume verschafft und Investitionen ermöglicht“, sagt David Wulff, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion.

Die Verantwortung für die wirtschaftliche Dynamik liegt nicht allein beim Bund. Gerade das Land kann und muss die Rahmenbedingungen für Investitionen verbessern: durch konsequenten Bürokratieabbau, digitale und transparente Genehmigungsverfahren sowie eine Bündelung der Zuständigkeiten bei Flächen- und Infrastrukturfragen. Statt immer neuer Förderprogramme braucht es einen klaren Fokus auf die Beseitigung struktureller Hemmnisse – von der Verwaltung bis zur Flächenvergabe. Ein landeseigener Bürokratieabbau-Check für Investitionsprojekte wäre ein erster, konkreter Schritt, um Verfahren zu beschleunigen und Planungssicherheit zu schaffen.

„Die Landesregierung muss die eigenen Handlungsmöglichkeiten ausschöpfen und darf sich nicht hinter Bundesprogrammen verstecken. Entscheidend ist, dass Mecklenburg-Vorpommern die eigenen Hausaufgaben macht: Verfahren vereinfachen, Zuständigkeiten bündeln und Digitalisierung endlich zur Chefsache machen. Nur so schaffen wir Vertrauen und Investitionsbereitschaft bei Unternehmen und sichern die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, so Wulff weiter. Ein echter Wachstumsplan für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet, die Kräfte der Wirtschaft zu entfesseln, statt sie mit immer neuen Auflagen zu lähmen. Dazu gehört auch, internationale Handelsabkommen aktiv zu nutzen und die regionale Wirtschaft besser an globale Märkte anzubinden. Die Zeit für Symbolpolitik ist vorbei – jetzt zählt die Handlungsfähigkeit des Landes.