WULFF: Kita-Qualität darf nicht vom Zufall der Haushaltslage abhängen
Zur Einigung zwischen den Initiatoren des Volksbegehrens „Zukunftsplan Kita“ und der Landesregierung erklärt der Sprecher der FDP-Gruppe im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, David Wulff:
„Dass sich Landesregierung und Initiatoren auf konkrete Verbesserungen bei den Betreuungsschlüsseln verständigt haben, ist zunächst eine gute Nachricht für Kinder, Eltern und Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern. Besonders wichtig ist, dass drohende Entlassungen verhindert und pädagogische Fachkräfte im System gehalten werden sollen.“
Wulff begrüßte, dass erstmals verbindliche Schritte zur Verbesserung der Gruppengrößen vereinbart wurden.Gleichzeitig dürfe die Debatte damit nicht beendet sein. „Gute frühkindliche Bildung ist keine freiwillige Leistung, die nur dann ausgebaut wird, wenn es finanziell gerade passt. Wer Chancengerechtigkeit ernst meint, muss dauerhaft für bessere Bedingungen sorgen.“
Der FDP-Politiker verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren unterdurchschnittliche Fachkraft-Kind-Relationen habe und wissenschaftliche Standards weiterhin nicht erreicht würden. Die nun angekündigten Schritte könnten deshalb nur ein Anfang sein.
Die angekündigte Prüfung eines gesetzlichen Mindestpersonalschlüssels sowie die geplante Bundesratsinitiative für eine stärkere Beteiligung des Bundes bezeichnete Wulff als „überfällige Signale“. Gleichzeitig müsse das Land die Träger und Kommunen stärker entlasten und Bürokratie abbauen, damit pädagogische Fachkräfte wieder mehr Zeit für Kinder statt für Verwaltung hätten.
„Frühkindliche Bildung entscheidet maßgeblich über spätere Bildungs- und Lebenschancen. Deshalb muss der Anspruch sein, Mecklenburg-Vorpommern schrittweise an echte Qualitätsstandards heranzuführen – verlässlich, transparent und generationengerecht“, so Wulff abschließend.