WULFF: Medienkompetenz statt Verbote – Verantwortung stärken, Freiheit sichern

SCHWERIN, 5. März 2026 – Ein starker Staat schützt Kinder, ohne die Freiheitsrechte von Familien und Eltern pauschal einzuschränken. Wer beim Thema Social Media reflexhaft nach Verboten ruft, verkennt die eigentlichen Herausforderungen im digitalen Zeitalter. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten diskutieren derzeit ein generelles Social-Media-Verbot für Kinder. Ziel ist es, Kinder vor schädlichen Inhalten zu schützen. Doch ein solcher Ansatz droht, Eigenverantwortung und elterliche Kompetenz zu entwerten und schafft ein Vollzugsproblem, das in der Praxis kaum lösbar ist. „Ein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder ist Symbolpolitik. Es verlagert Verantwortung vom Elternhaus auf den Staat und ignoriert, dass technische Verbote leicht umgangen werden können. Nachhaltigen Schutz erreichen wir nur durch Aufklärung und gezielte Förderung von Medienkompetenz – bei Kindern, Eltern und Lehrkräften“, sagt David Wulff, FDP-Abgeordneter im Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Wulff betont, dass die Landesregierung mit pauschalen Verboten lediglich Zuständigkeitsnebel produziert, statt echte Lösungen zu liefern. „Wer Kinder wirklich schützen will, muss Eltern stärken, Schulen befähigen und digitale Bildung zur Priorität machen. Mecklenburg-Vorpommern braucht keine neuen Kontrollinstanzen, sondern eine Offensive für digitale Aufklärung und verantwortungsvolle Mediennutzung. Das ist der einzig wirksame Weg, um Kinder im Netz zu schützen, ohne Grundrechte zu schleifen.“ Die FDP setzt sich daher für eine landesweite Initiative zur Stärkung der Medienkompetenz ein. Dazu gehören verpflichtende Bildungsangebote an Schulen, gezielte Elternprogramme und eine enge Zusammenarbeit mit Plattformbetreibern, um altersgerechte Schutzmechanismen zu verbessern. Die Landesregierung muss jetzt ressortübergreifend handeln und bestehende Bildungs- und Präventionsprogramme bündeln, statt neue Verbotskulissen aufzubauen. Nur so wird Mecklenburg-Vorpommern zum Vorreiter für einen zeitgemäßen, wirksamen Jugendschutz. Der Schutz von Kindern im Netz gelingt nicht durch neue Verbote, sondern durch mehr Eigenverantwortung, Bildung und digitale Aufklärung.