WULFF: Nahverkehrsstreiks sind Folge struktureller Versäumnisse – FDP fordert Modernisierungspaket
Statt die strukturellen Probleme anzugehen, wurden notwendige Reformen immer wieder verschoben. Das ist Symbolpolitik auf Kosten der Menschen im Land
SCHWERIN, 27.02.2026 – Zu den aktuellen Warnstreiks im Nahverkehr Mecklenburg-Vorpommerns äußert sich der FDP-Landtagsabgeordnete David WULFF wie folgt: Ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr ist Grundvoraussetzung für Mobilität, wirtschaftliche Entwicklung und gleichwertige Lebensverhältnisse im Land. Wenn Busse und Bahnen stillstehen, trifft das nicht nur Pendler, sondern schwächt auch die Wettbewerbsfähigkeit Mecklenburg-Vorpommerns. Aktuell kommt es im Nahverkehr zu Warnstreiks, die zahlreiche Bus- und Straßenbahnverbindungen lahmlegen. Leidtragende sind vor allem Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, die auf verlässliche Mobilität angewiesen sind.
„Die aktuellen Streiks im Nahverkehr zeigen deutlich, dass die Landesregierung zentrale Aufgaben wie die Bündelung von Zuständigkeiten, die Modernisierung der Infrastruktur und die Digitalisierung der Abläufe über Jahre vernachlässigt hat. Statt die strukturellen Probleme anzugehen, wurden notwendige Reformen immer wieder verschoben. Das ist Symbolpolitik auf Kosten der Menschen im Land“, sagt David Wulff, FDP-Abgeordneter und Experte für Infrastruktur. Die FDP schlägt vor, ein landesweites Modernisierungspaket für den ÖPNV aufzulegen: Dazu gehören die klare Bündelung der Zuständigkeiten bei Planung und Betrieb, die Einführung digitaler Fahrgastinformationen und Ticketing-Systeme sowie die gezielte Einbindung privater Investitionen, um Innovationen zu fördern und die finanzielle Belastung des Landes zu reduzieren.
Als ersten Schritt fordert die FDP ein Pilotprojekt zur Digitalisierung des Nahverkehrs in einer ausgewählten Region, um die Machbarkeit und den Nutzen moderner Lösungen zu demonstrieren. Gleichzeitig müssen die Arbeitsbedingungen durch leistungsorientierte und transparente Finanzierungsmodelle verbessert werden. Wer Mobilität sichern will, muss bereit sein, Strukturen zu modernisieren, Verantwortung klar zu regeln und private Innovationskraft zu nutzen – alles andere bleibt Symbolpolitik auf dem Rücken der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern.